Your Flash Player is out-of-date. Please click here to download the latest plugin.
Der Krieg ist vorbei. Es geht wieder aufwärts. Die Wirtschaft boomt und eröffnet vielen Bürgern neue Perspektiven. So sind die 50er Jahre gekennzeichnet von dem Willen nach grenzlosem Wohlstand und Konsum. Unternehmer auf beiden Seiten des Atlantiks produzieren für den Massenmarkt und stellten sicher, dass es ständig neue Produkte gibt, die in die Läden oder die Medien kommen: Hula-Hoops, Lutscher, 3D Kino, Davy Crocketts Hüte, Auto-Scooter, tragbare Radios, Pyjama Partys…die Liste ist endlos. Vieles davon setzt sich durch, anderes verschwindet wieder.
Für die Jugend stehen die 50er ganz im Zeichen der Emanzipation. Teenager wollen endlich ihr eigenes Leben leben, sich von ihren Eltern unabhängig machen, sich abgrenzen. Dazu bedarf es einer eigenen Sprache, Kleidung und vor allem einer eigenen Musik. Und das war der Rock ’n’ Roll - die größte kulturelle Innovation der 50er Jahre. Er entsprach ganz dem neuen Lebensgefühl der Jugend.
Die erste bedeutende Rock ’n’ Roll Platte war '“Rock Around The Clock“ von Bill Haley und The Comets im Jahr 1954. Dieser Song gehört zu den umsatzstärksten Plattenerfolgen aller Zeiten und wurde zur „Marseillaise einer weltweiten Teenager- Revolution“ (Lillian Roxon). Doch zunächst ließ der Erfolg von „Rock Around The Clock“ auf sich warten. Erst, als er für den Vorspann eines umstrittenen Films über jugendliche Straftäter „The Blackboard Jungle“ verwendet wurde, ging er 1955 für über acht Wochen auf Platz eins der amerikanischen Charts.
Der Erfolg und die Auswirkungen des Songs auf die Jugend waren 1955 in den USA so überwältigend, dass die Filmgesellschaft Columbia sich entschloss, einen Spielfilm mit dem gleichen Titel „Rock Around the Clock“ zu produzieren. Er lief in den USA am 21.März 1956 in den Kinos an und machte den Rock ’n’ Roll weltweit populär. In Deutschland war „Rock Around the Clock“ die erste ausländische Schallplatte, die über eine Million Mal verkauft und mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet wurde. Sie kam im April 1956 in die deutschen Charts und blieb für vier Wochen die Nummer eins.
Mit Elvis Presley etablierte sich ein weiteres Jugendidol. In seiner frühesten Kindheit in Mississippi, saugte Elvis Blues und Gospel sowie Country und Western Sounds auf. Die Zweideutigkeit und Sinnlichkeit von Presleys Art zu singen und zu tanzen, trieben die gottesfürchtigen Eltern in Verzweiflung. Im Laufe der 50er Jahre wurden die Konflikte zwischen den Generationen immer größer. Musik wurde zum Katalysator für viele Kind-Eltern-Probleme.
Auch das Outfit nahm im Hinblick auf den Ausdruck dieses Lebensgefühls einen hohen Stellenwert ein. Die Mädchen trugen ihre Haare zum Pferdeschwanz gebunden. Dicker Lidstrich, Nagellack und Lippenstift in den knalligsten Farben wurden populär. Unverzichtbar waren der Stöckelschuh mit Pfennigabsatz und der Petticoat. Die männlichen Vertreter dieser Jugendprotestkultur trugen Blue Jeans wie z.B. ihr Vorbild James Dean. Zudem bevorzugten sie die Lederjacke, die die Gesetzlosen in denJames Dean Filmen trugen. Aber allem voran war die Elvis-Tolle, nach dem Vorbild Elvis Presleys, dem King des Rock ‘n’ Roll, für das Outfit der jungen Wilden von enormer Bedeutung. Sie ließen die Haare vorne lang, um sie mit viel Haarwachs, Pomade oder Gel nach hinten zur Tolle zu formen.
Der Markt reagierte auf die neuen Bedürfnisse von Teenagern und belieferte sie konstant mit neuen Platten, Filmen und auch Kleidung. Jugendliche wurden und blieben der lukrativste Bereich der Pop-Kultur. Bereits 1958 erstanden Teenager 70% aller verkauften Platten. Diese Zielgruppe war so lukrativ, dass die Hersteller es gar nicht erwarten konnten bis die Kindheit zu Ende war und endlich die Jung- Erwachsenen Konsumerzeit begann.
Mädchen waren das Ziel der Fernsehwerbung der Hausfrau von morgen. Sie wurden dazu ermutigt ihrer Mutter oder der älteren Schwester mit Kosmetik nachzueifern. In der Zeit, als eine großzügige Oberweite schick war – denken wir Monroe, Mansfield, Loren, Ekberg, Lollobridgida – war der Pre-Teenager BH stark gefragt. Aber die sexuelle Revolution war immer noch weit entfernt und die meisten Jungs mussten hartnäckig, unbeirrt und geduldig daran arbeiten das Mädchen ihrer Träume ins Bett zu bekommen.
Um es in den Worten aus einem der Songs aus dem Musical GREASE zu sagen: ''Look at me I'm Sandra Dee. Lousy with virginity, won't go to bed 'til I'm legally wed. I can't, I'm Sandra Dee''. („Schaut mich an, ich bin Sandra Dee. Immer noch Jungfrau, bis ich rechtlich verheiratet bin. Ich kann nicht, ich bin Sandra Dee.“)
Quellen: www.greasethemusical.co.uk
de.wikipedia.org/wiki/1950er
www.50er.info
ALAN FREED
Berühmter 50er Jahre DJ, der den Ausdruck "Rock ’n’ Roll " geprägt hat
ANGORA
Ein flauschiger Faden, der um den Ring des Jungen gewickelt wurde, so dass es auch von
einem Mädchen getragen werden konnte
ANNETTE, SANDRA DEE, DEBBIE REYNOLDS, SAL MINEO, TROY DONAHUE, PAT BOONE
Populäre Teen-Idole und Stars der 50er Jahre
BOMBSHELL
Ausdruck für eine Frau, die fantastisch aussieht
BUCKY BEAVER
TV Zeichentrickfigur, die in der Zahnpastawerbung vorkam
CATS & CHICKS
Jungs und Mädchen
C.Y.O.
Katholische Jugend Organisation
CHROMERS
Frisiertes Auto, Hot-Rod Jargon, gewöhnliche Bezeichnung
D.A., CREWCUT, FLAT-TOP
Verschiedene, populäre Haarfrisuren für Männer in den 50er Jahren
FLIP, BEEHIVE, FRENCH TWIST
Verschiedene, populäre Haarfrisuren für Frauen in den 50er Jahren
FOAM DOMES
Falsche Brüste, Silikon-Brüste
GIDGET
Nettes Mädchen von nebenan. Ein fiktiver Charakter aus dem gleichnamigen
Strandpartyfilm, in dem Sandra Dee die Hauptrolle spielt. Das Drehbuch des Films basiert
auf Frederick Kohner’s Novelle von 1957 „ Gidget, the little girl with big ideas“
HICKEY
Ein Knutschfleck
HOWDY DOODY, THE MICKEY MOUSE CLUB
50er Jahre TV Shows
I.D.
Ausweis
J.D.
Jugendlicher Straftäter
JOCKS
Sportler
KOOKIE
50er Jahre TV Persönlichkeiten wie Dennis James, Shelley Faberes
LETTERMEN
Sportler, der sich in einer bestimmten Sportart besonders auszeichnet, erhält einen Pullover
mit dem jeweiligen Anfangsbuchtstaben dieses Sports.
NEAT
Cool
NERD
Streber. Jemand der nicht cool ist
NIFTY
Elegant, hübsch
PAJAMA PARTY
Eine Mädchen-Übernachtungsparty in Schlafanzügen
PEDAL PUSHERS
Eine enge Mädchenhose, die an den Knien abgeschnitten wurde
PROM NIGHT
Abschlussball
RATTED HAIR
Eine Mädchen Frisur. Durch toupieren gibt es der Frisur die gewisse Höhe
SCAB, SKANK
Hässliches Mädchen
SOCK HOP
Ein Tanz, der in Turnhallen nur ohne Schuhe aufgeführt werden kann, da sonst der Boden zerkratz wird.
SUBMARINE RACES
Platz, wo frisch verliebte mit dem Auto hinfahren
TWINKIES
Kleines Biskuitküchlein mit cremiger Füllung
WEEDS, HIT PARADES, VOGUES
Zigaretten
Warren Casey und ich haben uns das erste Mal im Frühling 1963 am Gemeinschafts- Theater in Chicago getroffen. Wir schauten uns beide vielversprechende, junge Nachwuchsschauspieler in einem erinnerungswürdigen schlechten Stück namens „A Shot in the Dark“ an. Auch wenn Warren acht Jahre älter als ich war und ein erst vor kurzem zugezogener New Yorker, verstanden wir uns sofort großartig. Und innerhalb eines Jahres wurden wir beide beste Freunde. Nur einige Leute wussten, dass wir uns bereits sieben Jahre kannten, bevor wir zusammen an GREASE gearbeitet haben. In den 25 Jahren unserer Freundschaft und beruflichen Zusammenarbeit hat er mich eines nie vergessen lassen: Dieser Mann ist ein Genie.
Mathematik, Naturwissenschaften, Literatur, Musik - egal worum es ging, er wusste alles. Und das ziemlich genau. Er war ohne Frage der lustigste Mann, den ich jemals in meinem Leben getroffen habe. Niemand brachte mich so viel und so oft zum Lachen wie Warren Casey.
Meine zweite Frau erinnert mich oft daran, wie Warren damals völlig unverhofft in Las Vegas aufkreuzte. Ich stand kurz bevor, sie zu heiraten. Er war schon mein Trauzeuge bei der ersten Hochzeit 16 Jahre zuvor. Ein paar Minuten bevor die Zeremonie begann, fragte ich ihn schnell, ob er noch einmal mein Trauzeuge sein wolle. „Klar, warum nicht. Es ist ja schon Tradition.“
Ich erinnere mich, als wir das erste Mal nach London kamen. Warren fand es ganz großartig, vor allem das „königliche Entgegenkommen“ ihm gegenüber, wie er empfand. „Es scheint so, als ob es egal ist, wo ich hinkomme. Ich habe immer mein eigenes Ankleidezimmer. Hast du meine Initialen auch gesehen? WC steht hier auf jeder Tür geschrieben.“
Warren Casey starb im November 1988. Der Verlust für diejenigen, die ihn gekannt haben und für die Theater-Fans auf der ganzen Welt, ist unermesslich. Sein Humor, seine Songs und Texte werden in jeder Nacht weiterleben, in der GREASE auf irgendeiner Bühne in der Welt gespielt wird. Sie können davon ausgehen, dass Warren unter uns weilt. Genauso, wie wir ihn immer gekannt haben.